sss

DB0BLN

Aktuelles

 

DB0BLN ist als 23cm Multimode-Relais seit 1. Oktober 2013 in der ersten Ausbaustufe mit ca. 3 W Strahlungsleistung aus Berlin-Wannsee JO62NK wieder qrv. Die Frequenz ist 1298,7 MHz (-28 MHz). DB0BLN kann wie ein normales FM-Relais ohne Subtöne benutzt werden. Zur Steuerung werden 1750 Hz Ruftöne verwendet. Folgende Ruftoneingaben sind vom Ruhezustand aus möglich:


1x öffnet das Relais mit einer Ansage in den Lokal-Mode (ohne Relaiskopplung)

2x öffnet das Relais im Lokalmode und aktiviert für 30s einen 141 Hz-Subton

4x öffnet das Relais mit einer ca 2 minütigen Betriebsanleitung

6x öffnet das Relais und versucht eine Kopplung mit DB0SP (2m & 70cm) aufzubauen

10x beendet die Relaiskopplung mit DB0SP und kehrt zum Lokalmode zurück

 

DB0BLN wird neue digitale Modulationstechniken erproben und deren Eignung für den Amateurfunk durch Ausgabe auf dem analogen FM-Kanal für alle OMs nachvollziehbar machen.

 

CW-Rapport

 

Während des Betriebs kann mit 3x Rufton ein auf 1dB genauer, kalibrierter S-Meter Rapport vom Relais in CW angefordert werden. Die nebenstehende Tabelle ermöglicht die Umrechung des Rapports in einen Pegel am RX-Eingang. Der rot schraffierte Bereich liegt unterhalb der RX-Empfindlichkleit und damit der Ansprechschwelle der dynamischen, sich selbst justierenden Rauschsperre des Relais-RX. Die liegt im optimalen Fall etwa bei 0,08µV. Rapporte unter S3 sind daher kaum zu erwarten.

 

Ab etwa S6 ist das NF-Signal praktisch rauschfrei. Bei kleinem Hub regelt der NF-Dynamikregler jedoch um bis zu 20dB (10-fach) auf, so dass auch bei HF-Eingangssignalen über S5 der Eindruck eines scheinbar verrauschten Signals auftreten kann. Eingangshübe bis hinab zu nur noch 300Hz werden noch voll auf 3kHz Ausgangshub ausgeregelt. Am geringen Signal-/Rauschabstand ändert sich jedoch nichts, weshalb das NF-Restrauschen dann jedoch lauter erscheint! Das Relais fällt zudem auch bei Eingangshüben unter 300Hz nach ca. 30s ab. Ob der eigene Hub ausreichend ist, kann man also durch einen Lautstärkevergleich des vom Relais wieder abgestrahlten Signals kaum objektiv beurteilen!

 

Selektivruf

 

Im Betriebszustand (oder vom Ruhezustand aus) kann mit 2x Rufton für 30s ein 141 Hz-Subton aktiviert werden. Stationen, die in ihrem RX den Subton-Squelch aktiviert haben, können so auf dem Relais im Stand-By parken, ohne von einem laufenden Dauer-QSO akustisch gestört zu werden. Die Aktivierung des Subtons wird beim Öffnen des Relais durch eine Ansage oder im Betriebszustand durch ein CW "r" quittiert.

 

RelaisLink

 

DB0BLN kann im Betriebszustand und im Ruhezustand mit 6x Rufton eine RelaisLink-Verbindung zu DB0SP aufbauen. Eine Ansage informiert, ob die Verbindung möglich war und hergestellt wurde. Mit 10x Rufton kann jederzeit in den Lokalmode zurück geschaltet werden.

 

Die RelaisLink-Verbindung wird von DB0SP immer automatisch aufgebaut, sofern DB0BLN zuvor im Ruhezustand war. Läuft jedoch auf DB0BLN bereits ein lokales QSO (d.h. ist DB0BLN bereits aufgetastet), so hat das lokale QSO auf DB0BLN Vorrang. In diesem Fall kann der RelaisLInk nur von DB0BLN aus mit 6x Rufton aufgebaut werden. Ein lokales QSO auf DB0BLN wird dadurch also nicht durch eine aufgezwunge RelaisLink-Verbindung gestört. Für Rundsprüche oder Ansagen gilt dieser Schutz jedoch nicht!

 

Subton-Telemetrie

 

Das Relais senkt auf der Eingabe vom Nutzer empfangene Subtöne zwischen 150 Hz und etwa 230 Hz um bis zu 10 dB ab und sperrt empfangene Subtöne unter etwa 150 Hz, da der Bereich darunter zur Subton-Telemetrie (STT) verwendet wird.

 

Weitere Informationen dazu findet man hier. Im Heft 8+9/12 der Zeitschrift FUNKAMATEUR wird ein STT-Shield für den Arduino Uno beschrieben, mit dem man simultan Sprache und STT mit nahezu jedem FM-Funkgerät senden und empfangen kann. Besonders einfach ist das Zusammenspiel mit modernen Funkgeräten, die eine DATA-Buchse haben.

 

DB0BLN verwendet dieses Verfahren im Standard-Mode bei 70 Bit/s - ebenso wie DB0SP - zur Senderkennung, als Status und zur Rapportübertragung, für QST- und QTC-Meldungen und als Zeitbake. Auf der Eingabe 1270,7 MHz empfangene STT-Frames werden als QSP-Paket wieder ausgestrahlt und auch zu DB0SP (2m + 70cm) übermittelt. Diese Übertragung erfolgt auch umgekehrt von DB0SP zu DB0BLN.

 

Bekannte Fehler

 

Der Steuersender von DB0BLN hat trotz Temperaturkompensation und Ofen z.Z. noch einen von der Betriebsdauer abhängige Frequenzdrift von etwa 1-2 kHz. Der Steuerquarz verschiebt sich dabei übrigens nur um weniger als 15 Hz! Wir arbeiten an einer Abhilfe.

 

Historie

 

DB0BLN war zwischen 1988 und 2008 ein PacketRadio-Digipeater und IP-Knoten mit Weitverkehrlinks nach DB0BRO, DB0FRO, DB0LUC und DB0NAU und innerstädischen Links zu DB0SPR, DB0BLO, DB0BER und DB0GR. Unter Digipeater findet man eine tabellarische Auflistung der früheren Aktivitäten.

 

73 de Thomas - DC7GB